Jetzt abnehmen: Gesünder Joggen

Mit den ersten warmen Sonnenstrahlen im Frühling erwacht meist der Bewegungsdrang. Wenn die Gefahr von Schneematsch und Eisregen gebannt ist, trauen sich viele Hobby-Jogger wieder ins Freie. Beim Anblick der jahrealten, ausgelatschten Sportschuhe kommt womöglich vielen der Gedanke, dass der Kauf eines neuen Paares sinnvoll sein könnte.

Wer häufig läuft, sollte sich nach Baurs Rat etwa alle anderthalb Jahre ein neues Paar zulegen. Spätestens wenn an der äußeren Sohle seitlich tiefe Risse und Rillen zu sehen sind, ist ein Besuch im Schuhgeschäft ratsam. „In diesen Fällen ist die Innensohle meist schon vollkommen ermüdet“, sagt der Sportwissenschaftler.

Genauso wie bei Lederslippern, Sandalen oder Gummistiefeln ist auch beim Laufschuh-Kauf die Passform entscheidend. Käufer sollten deshalb möglichst viele Modelle anprobieren und vergleichen, rät Baur: „Der Schuh muss zur individuellen Fußform passen.“ Wichtig seien außerdem eine gute Schnürung und eine feste Fersenkappe, um den hinteren Fußteil zu stabilisieren. Gerade bei Sportschuhen sei zudem darauf zu achten, dass vor den Zehen noch eine Daumenbreite Platz sei, da der Fuß beim Laufen nach vorn rutschen könne: „Sonst bekommt man vor allem beim Bergablaufen schnell blaue Zehen“, warnt der Sportexperte.

Oft überschätzt wird dagegen nach Baurs Worten das Thema Dämpfung. Vor allem in den neunziger Jahren sei es schwer in Mode gewesen, möglichst dicke Sohlen mit aufwendigen Luft- oder Gelpolstern zu tragen. Die Forschung hat jedoch mittlerweile bewiesen, dass sich solch hohe Sohlen eher negativ auswirken. „Je flacher die Sohle ist, desto stabiler ist die Laufbewegung“, erklärt Baur die heutige Lehrmeinung. Im übrigen seien im Handel heute kaum noch Markenschuhe erhältlich, die wirklich schlecht gedämpft seien.

Um einen qualitativ hochwertigen Laufschuh zu erhalten, müssen Jogger heute in der Regel etwa 100 bis 140 Euro ausgeben, wie der Sportwissenschaftler schätzt. Günstigere Modelle würden den Anforderungen nur selten gerecht. Für sogenannte Stabilschuhe, die ein seitliches Einknicken des Fußes nach innen verhindern sollen (Pronation), werden mitunter bis zu 180 Euro fällig. Laut Baur ist der gesundheitliche Nutzen dieser Modelle mit verstärkten Sohlen allerdings umstritten: „Die Pronationsbewegung ist eigentlich natürlich – wenn man versucht, sie einzuschränken, kann dies auch zu Beschwerden führen, zum Beispiel an der Achillessehne.“

Begeisterte Hobbyläufer sollten sich im Übrigen nach Baurs Rat zwei Paar Schuhe in den Schrank stellen. Wer sie abwechselnd nutze, trainiere damit die Anpassungsfähigkeit des Bewegungsapparates an verschiedene Untergründe. „Dann macht es zum Beispiel weniger Probleme, wenn man vom weichen Waldboden auf den harten Asphalt wechselt“, sagt der Sportwissenschaftler

(ddp)

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